Hail to the Nerd

4. September 2010 § 3 Kommentare

Willkommen zum heutigen UTE-Thementag! Heute werden wir einen kleinen Ausflug in die Welten der Computerspiele unternehmen und uns anhören und anschauen, auf welche unterschiedliche Weise PC-Spiele und deren Soundtracks Musik beeinflussen, von selbstgemachter 8bit-Musik bis hin zum Popsong oder Orchesterkonzert.

Fangen wir mit einem Video zu Pornophoniques Song Take me to the Bonuslevel an. Das Video wurde, wie alle Musikvideos der Band, von Fans gemacht und besteht aus einem Zusammenschnitt von Spielszenen, die stellenweise an den Songtext angelehnt sind. Der setzt sich wiederum aus Formulierungen zusammen, die aus Computerspielen herausgegriffen sind, bzw benutzt diese als Metaphern für Alltägliches.

Ein ähnlicher Zugang zu PC-Spielen findet sich natürlich auch in der Popmusik, z.B. in Songtext und Musikvideo des Songs Endboss von Rapper Marteria. Der Name des Liedes deutet’s natürlich schon an und die meisten werden die Figuren, die da so bunt durch’s Bild hüpfen wohl kennen.

Eine ganz besondere Verbindung von Spiel und Musik sehen wir in dem nächsten Video von Rymdreglage. Die beiden Schweden bauen ihre Musikvideos selbst, komplett aus Legosteinen. Um Bewegung darstellen zu können wird also erst ein Muster gebaut, dann wird es abfotografiert und, nachdem ein paar Steine versetzt wurden, wieder fotografiert, usw. Gezeigt werden dabei Figuren aus Computerspieleklassikern, wie zB PacMan. Unterlegt wird das Ganze dann von Rymdreglages instrumentaler 8bit-Musik. Hier das Video zu 8bit-trip:

Ein ganz besonderes Spektakel zeigt das folgende Video. Hier spielt ein Orchester die Themen von bekannten Spieleklassikern nach und hebt diese so aus dem gewohnten 8bit-Hörumfang heraus und liefert den endgültigen Beweis für die Qualität von Spielmusik, was sich auch an der Größe und Beliebtheit dieser Events vor allem in den USA zeigt. Die Reaktionen des Publikums sind natürlich auch ein Indiz.

Zum Abschluss unserer heutigen Sendung ein Stück aus dem Soundtrack des Rollenspiels Gothic 3, welcher der Welt von Myrthana zusätzlich zur schönen Grafik Leben einhaucht (zum Glück kann ja Musik keine Bugs enthalten). Der komplette Soundtrack ist auf CD erhältlich und wurde von Kai Rosenkranz komponiert und mit dem Orchester der Bochumer Symphoniker und der Mittelalterband Corvus Corax sowie weiteren Musikern eingespielt. Das Video zeigt Screenshots und Artworks des Spiels.

Und auf besonderen Wunsch hin hier noch ein kleiner Nachtrag: Das Eminence Symphony Orchestra spielt das von Nobuo Oematsu für das Spiel Final Fantasy VII komponierte Stück One Winged Angel.

Rymdreglage / Ninja Moped

4. September 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

…kommen aus Schweden und machen 8bit-Musik zu denen sie in stundenlanger Arbeit Legovideos bauen. Wer die beiden jetzt noch nicht für verrückt hält, oder sich fragt was der Doppelname soll oder sich das einfach mal genauer angucken möchte, schaut am besten auf der Homepage vorbei. Viel Spaß!

Marteria aka Marsimoto

4. September 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

…heißt eigentlich Marten Laciny und wurde in Rostock geboren, rappt mit viel Wortwitz nun jedoch schon seit einigen Jahren von Berlin aus.

Durch sein aktuelles Album Zum Glück in die Zukunft wächst sein Bekanntheitsgrad von Woche zu Woche. Mal reinhören, Videos gucken und die komplette (fast unglaubliche) Biografie lesen kann man hier.

Pornophonique

4. September 2010 § 2 Kommentare

Die Vorstellung auf der Bandhomepage drückt’s perfekt aus:

„eine gitarre. ein gameboy. ein c64. zwei typen.“

Wem das noch nicht reicht, findet genau da auch noch mehr Infos und vor allem: Richtig gute 8bit/LoFi-Musik kostenlos zum Download. Natürlich freuen sich die beiden über eine Spende.

Beauty von Kraków Loves Adana und das Konzert am 1. September 2010 im Uebel&Gefährlich

2. September 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Im Studio einer Radiostation.

Don: Einen schönen guten Abend meine Damen und Herren! Sie hören die Don Piel Show live aus dem Studio und wie immer habe ich mir jemanden eingeladen, mit dem ich mich ein bisschen über Musik unterhalten kann. Heute begrüße ich Elle Honkytonk vom Press Play! Musikmagazin.

Elle: Hallo!

Don: Wir wollen heute etwas länger über Kraków Loves Adana sprechen. Fangen wir mit dem Album Beauty an, das erschien am 2. Juli 2010 bei Snowhite, Universal als CD und auf Vinyl. Was halten Sie von der Platte, Frau Honkytonk?

Elle: Oh, das kann ich ganz kurz sagen: Ich liebe sie. Und ich finde sie wirklich schön, das Plattencover, das Booklet und natürlich die Musik. Deswegen war ich auch doppelt motiviert, als mich Press Play! zu ihrem Konzert gestern in Hamburg geschickt hat.

Don: Zu dem Konzert kommen wir später natürlich auch noch, bleiben wir erst einmal beim Album oder generell bei der Musik. Wie würden Sie die charakterisieren? Das Wort minimalistisch ist ja schon gefallen.

Elle: Die Instrumente (das sind Gitarre, Bass und Klavier, ein dezent eingesetztes Minimoog und das Schlagzeug fehlt in manchen Liedern sogar ganz) stehen nicht so sehr im Vordergrund, denn die Musik von Kraków Loves Adana lebt sehr stark von Deniz Ciceks Stimme, die empfinde ich als sehr warm und angenehm, erinnert stellenweise vielleicht etwas an Aimee Mann. Sie singt auf Englisch und damit verbunden gibt’s dann auch den einzigen negativen Kritikpunkt von meiner Seite: Ich finde man hört manchmal zu sehr, dass sie kein nativ-english-speaker ist, da ist schon ein recht deutlicher deutscher Akzent vorhanden.

Don: Naja, gut. Aber man kann andersherum auch sagen, dass sich einige weitaus wichtigere Personen des öffentlichen Lebens von der Aussprache mal was abhören könnten, wenn sie verstehen, was ich meine. Angeblich haben Cicek und Heitmann sich des Klanges wegen für’s Englische entschieden und ich finde es klingt wirklich sanfter so, schöner eben, was dann wieder dem Titel Beauty gerecht wird.

Elle: Aber wie sagt man? Man kann auch in Schönheit sterben.

Don: So weit ich weiß, tut man das nur gelegentlich im Fußball, aber davon sind wir hier mit dieser Platte ganz weit weg und ich denke ähnliches gilt für den gestrigen Auftritt im Uebel&Gefährlich. Den fand ich fast einwandfrei, nur das Delay kam mir an ein, zwei Stellen etwas unpassend vor. Die Spielzeit von etwas über einer Stunde ist, wenn man erst ein Album in petto hat, absolut angemessen und die Atmosphäre war ja wohl super, oder?

Elle: Das mit dem Delay sehe ich ähnlich, aber bei der Atmosphäre bin ich mir nicht ganz so sicher. Dafür, dass es so wunderschöne, perfekt gespielte Musik in einem so kleinen Rahmen war, fehlte mir dann doch irgend etwas. Ich hatte nicht das Gefühl, in etwas hinein gesogen zu werden. Verstehen Sie das nicht falsch, ich habe das Konzert sehr genossen, aber es gab da irgend einen Funken, der nicht ganz auf das Publikum übergesprungen ist. Es war begeistert, aber es war nicht so verzaubert wie ich vorher gedacht habe.

Don: Na, aber das ist ja vielleicht auch ein sehr subjektiver Eindruck. Ich fand es in diesem von außen so monströs aussehenden Betonklotz von Gebäude erstaunlich gemütlich, nachdem Tomas Engel den Abend trotz Erkältung so gekonnt eingeleitet hatte und habe den Blick aus den engen Fenstern raus auf das nächtliche Hamburg sehr genossen. Wenn das Konzert jetzt noch tatsächlich auf der Dachterrasse stattgefunden hätte, was wegen des Wetters leider nicht ging, also ich glaube aller spätestens dann hätten auch Sie gegen die Atmosphäre nicht mehr ein Wort zu sagen, Frau Honkytonk.

Elle: Wahrscheinlich haben Sie recht, ist ja auch schön, wenn Sie sich wohl gefühlt haben, Herr Piel.

Don: Da sagen Sie was! Aber mit Ihnen heute Abend hat’s mir auch Spaß gemacht, Frau Honkytonk.

Elle: Was für ein gelungenes Schlußwort.

Don: Ja, ne? Und unsere Sendezeit ist auch tatsächlich so gut wie rum. Meine Damen und Herren, das war’s mit der Don Piel Show für heute Abend, bis zum nächsten Mal!

Kraków Loves Adana – Porcelain from Snowhite on Vimeo.

„Sieht sie nicht einfach betörend aus

1. September 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

… wie sie so daliegt auf dem Kanapee? Entblößt ist sie, hat alle Hüllen fallen gelassen, sodass ihre Haut leicht schimmert im Licht des Tages.“, sagte Goethe schon 1772 und begann eine seiner vielen Romanzen, der olle Schwerenöter. Was jedoch viele Germanisten nicht wissen: Diese Liebe währte am längsten.

Wer hat da gerade gesagt, er würde sie gerne mal „streicheln“? Gescratcht wird hier nicht, also Finger weg!

Wo bin ich?

Du siehst dir momentan die Archive für September, 2010 auf Kaleidoskopklimpern an.

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