Beauty von Kraków Loves Adana und das Konzert am 1. September 2010 im Uebel&Gefährlich

2. September 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Im Studio einer Radiostation.

Don: Einen schönen guten Abend meine Damen und Herren! Sie hören die Don Piel Show live aus dem Studio und wie immer habe ich mir jemanden eingeladen, mit dem ich mich ein bisschen über Musik unterhalten kann. Heute begrüße ich Elle Honkytonk vom Press Play! Musikmagazin.

Elle: Hallo!

Don: Wir wollen heute etwas länger über Kraków Loves Adana sprechen. Fangen wir mit dem Album Beauty an, das erschien am 2. Juli 2010 bei Snowhite, Universal als CD und auf Vinyl. Was halten Sie von der Platte, Frau Honkytonk?

Elle: Oh, das kann ich ganz kurz sagen: Ich liebe sie. Und ich finde sie wirklich schön, das Plattencover, das Booklet und natürlich die Musik. Deswegen war ich auch doppelt motiviert, als mich Press Play! zu ihrem Konzert gestern in Hamburg geschickt hat.

Don: Zu dem Konzert kommen wir später natürlich auch noch, bleiben wir erst einmal beim Album oder generell bei der Musik. Wie würden Sie die charakterisieren? Das Wort minimalistisch ist ja schon gefallen.

Elle: Die Instrumente (das sind Gitarre, Bass und Klavier, ein dezent eingesetztes Minimoog und das Schlagzeug fehlt in manchen Liedern sogar ganz) stehen nicht so sehr im Vordergrund, denn die Musik von Kraków Loves Adana lebt sehr stark von Deniz Ciceks Stimme, die empfinde ich als sehr warm und angenehm, erinnert stellenweise vielleicht etwas an Aimee Mann. Sie singt auf Englisch und damit verbunden gibt’s dann auch den einzigen negativen Kritikpunkt von meiner Seite: Ich finde man hört manchmal zu sehr, dass sie kein nativ-english-speaker ist, da ist schon ein recht deutlicher deutscher Akzent vorhanden.

Don: Naja, gut. Aber man kann andersherum auch sagen, dass sich einige weitaus wichtigere Personen des öffentlichen Lebens von der Aussprache mal was abhören könnten, wenn sie verstehen, was ich meine. Angeblich haben Cicek und Heitmann sich des Klanges wegen für’s Englische entschieden und ich finde es klingt wirklich sanfter so, schöner eben, was dann wieder dem Titel Beauty gerecht wird.

Elle: Aber wie sagt man? Man kann auch in Schönheit sterben.

Don: So weit ich weiß, tut man das nur gelegentlich im Fußball, aber davon sind wir hier mit dieser Platte ganz weit weg und ich denke ähnliches gilt für den gestrigen Auftritt im Uebel&Gefährlich. Den fand ich fast einwandfrei, nur das Delay kam mir an ein, zwei Stellen etwas unpassend vor. Die Spielzeit von etwas über einer Stunde ist, wenn man erst ein Album in petto hat, absolut angemessen und die Atmosphäre war ja wohl super, oder?

Elle: Das mit dem Delay sehe ich ähnlich, aber bei der Atmosphäre bin ich mir nicht ganz so sicher. Dafür, dass es so wunderschöne, perfekt gespielte Musik in einem so kleinen Rahmen war, fehlte mir dann doch irgend etwas. Ich hatte nicht das Gefühl, in etwas hinein gesogen zu werden. Verstehen Sie das nicht falsch, ich habe das Konzert sehr genossen, aber es gab da irgend einen Funken, der nicht ganz auf das Publikum übergesprungen ist. Es war begeistert, aber es war nicht so verzaubert wie ich vorher gedacht habe.

Don: Na, aber das ist ja vielleicht auch ein sehr subjektiver Eindruck. Ich fand es in diesem von außen so monströs aussehenden Betonklotz von Gebäude erstaunlich gemütlich, nachdem Tomas Engel den Abend trotz Erkältung so gekonnt eingeleitet hatte und habe den Blick aus den engen Fenstern raus auf das nächtliche Hamburg sehr genossen. Wenn das Konzert jetzt noch tatsächlich auf der Dachterrasse stattgefunden hätte, was wegen des Wetters leider nicht ging, also ich glaube aller spätestens dann hätten auch Sie gegen die Atmosphäre nicht mehr ein Wort zu sagen, Frau Honkytonk.

Elle: Wahrscheinlich haben Sie recht, ist ja auch schön, wenn Sie sich wohl gefühlt haben, Herr Piel.

Don: Da sagen Sie was! Aber mit Ihnen heute Abend hat’s mir auch Spaß gemacht, Frau Honkytonk.

Elle: Was für ein gelungenes Schlußwort.

Don: Ja, ne? Und unsere Sendezeit ist auch tatsächlich so gut wie rum. Meine Damen und Herren, das war’s mit der Don Piel Show für heute Abend, bis zum nächsten Mal!

Kraków Loves Adana – Porcelain from Snowhite on Vimeo.

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