Bikini Kill – Pussy Whipped

18. November 2010 § 2 Kommentare

Rebel Girl, Rebel Girl,

You are the queen of my world.

Rebel Girl, Rebel Girl,

I know I wanna take you home,

I wanna try on your clothes!

Bikini Kill sind eine Band für wütende Mädchen (was nicht bedeuten soll, dass Jungs sie nicht auch lieben dürfen). Für Mädchen, die erkennen, dass die Welt so, wie sie ist, nicht nett zu ihnen ist und für Mädchen, die das nicht einfach so hinnehmen wollen. Solche Mädchen finden sich auch heute, mehr als 15 Jahre nach dem Release von „Pussy Whipped“, dem offiziellen Debutalbum der Band, wieder im Geschrei von Kathleen Hanna, das man zwar nicht immer versteht, weil die Aufnahmequalität, von heute aus betrachtet, eher schlecht anmutet, von dem man aber trotzdem weiß, dass sie genau das sagt, was man selbst immer wieder herunterschluckt. Dazu kommen Billy Karren (git), Tobi Vail (drums) und Kathi Wilcox (bass), die die Texte mit Hardcorepunk unterlegen, der so vor Energie sprüht, dass man nicht anders kann als im Zimmer herumzuspringen. Die Songs sind direkt auf den Punkt, kaum einer dauert länger als zwei Minuten, und die Texte, oh, die Texte. Ein einziges großes „Fuck YOU!“ an die patriarchale Gesellschaft, die dir vorschreiben will, wie du dich zu geben hast, was du (sein) darfst und was auf keinen Fall. Ein Mittelfinger gegen Männer, die Frauen als reine Sexobjekte sehen, und gegen Frauen, die das auch noch gut finden. Ein Manifest für die Selbstbestimmtheit. Und so weiter. Das ist plakativ, klar, aber mit einer solchen Intensität, dass es nicht loslässt. Eine Intensität, die macht, dass man die Platte nicht in harmonisch-glücklichen Situationen oder zum Einschlafen hören kann (auch weil man wegen der Kürze andauernd zum Plattenspieler rennen muss, um sie umzudrehen), die aber retten kann, wenn die Welt einen mal wieder geärgert hat.

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