Foals – Holy Fire

8. Februar 2013 § 2 Kommentare

Heute wird’s hier ausnahmsweise mal unverstellt persönlich. Weil Foals für mich nicht irgendeine Band ist, die gerade ihr drittes Album herausgebracht hat. Sondern die Band, deren Musik für mich absolute Lebendigkeit bedeutet, deren Musik mich immer wieder aufbaut, euphorisch macht, antreibt, vor Freude wie Sentimentalität weinen lässt und ihre Alben immer gerade dann veröffentlicht, wenn mir kaum etwas Besseres passieren könnte.

Ja, ich weiß. Für all die coolen ironischen Menschen da draußen sind diese Eingeständnisse unerträglich. Schönerweise wünschte sich auch Sänger Yannis Philippakis im Interview mit der Intro (#209, Seite 42 – 45) mehr Direktheit und versprach diese für Holy Fire.

Nicht, dass die Foals jemals indirekt gewesen wären. In ihrem Sound komplex und textlich oft eher andeutend als aussprechend, aber immer mit dem direkten Draht zur Hörerschaft und diversen Beinpaaren. Was auf Holy Fire als nächster Entwicklungsschritt hinzukommt, sind Funkeinflüsse, ein prägnanter Einsatz von Bass- und E-Gitarren und eine neue Kratzigkeit in Philippakis Stimme, die sich noch immer hauptsächlich, aber weniger oft ins Falsett schwingt. Das verschiebt die Gewichtung des Soundgefüges ein ganzes Stück weiter in Richtung Rock. Der explosive Höhepunkt dieser Entwicklung ist sicherlich der Song Inhaler, mit dem Foals mit aller Wucht Raum fordern und schaffen. Raum für Neues.

Trotzdem bleibt die Band sich gleichzeitig treu: Detailverliebte, komplexe Rhythmen, erstaunliche Leichtigkeit und Unbekümmertheit in Verbindung mit melodiösem Gesang mit einem Hang zur Melancholie bilden das Grundgerüst für Songs wie My Number oder Bad Habbit.

Das musikalische Meisterstück des Albums ist für mich Late Night, dessen Brillanz ich mit bereits erwähnten Freudentränen feierte, während die Gitarre in meinem Ohr leise pluckerte und kratzte und ich mich in den Vocals verlor. Ein sich langsam steigernder Geniestreich à la Spanish Sahara und ein klarer Fall für die Repeattaste!

Studio-Live-Version:

Gegen diese Intensität kommen weder Stepson noch Moon an, obwohl beide Songs ihre Qualität haben und Providence ihnen vorher mit aller Wucht den Weg frei geballert hat. Ich freue mich schon jetzt darauf, Teile des neuen Albums im März zu betanzen, wenn die Band einen kurzen Abstecher nach Deutschland macht:

18.03. Hamburg, Markthalle

19.03. Berlin, Astra

20.03. Köln, Live Music Hall

nachgereicht: Radiohead und Caribou in der Berliner Wuhlheide, 30.09.12

8. Februar 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Die ersten Besucher, die die Ticket- und Taschenkontrolle des zweiten Nachholkonzerts von Radiohead passieren, rennen über den Hügel zur Kindl-Bühne, um die erste Reihe vor der Bühne zu besetzen. Vorfreudiges Gemurmel in den unterschiedlichsten Sprachen: Die Zuschauer kommen für dieses Konzert aus ganz Europa angereist, einige spontan veranlagte Menschen konnten bis zuletzt Karten kaufen.

Caribou eröffnen mit einer gewohnt mitreißenden Mischung aus Indierock, Beatgetüftel und der Wucht von zwei Schlagzeugen, jagen Hits wie Sun und Odessa durch die Wuhlheide. Das Publikum verspürt trotz der frischen Temperaturen bei diesem Open Air Ende September erstaunlich wenig Bewegungsdrang.

Was Thom Yorke backstage macht, ist nicht bekannt, spätestens auf der Bühne jedenfalls beginnt sein Tanz. Dessen verquere Eleganz ist spätestens seit dem Video zu Lotus Flower bekannt, an diesem Abend sind seine Bewegungen zu Arpeggio oder Electioneering abgehackter. Sie werden über die quadratischen Monitore, von denen es für jeden Musiker zwei gibt, für die hinteren Reihen vergrößert.

Ob Yorke mit seinem Tanz nun die Musiker dirigiert oder doch von den Klängen um ihn herum besessen ist, er steht bei all der stets propagierten Gleichberechtigung der einzelnen Bandmitglieder jedenfalls deutlich im Zentrum der Aufmerksamkeit. Selbst zwei Schlagzeuger und ein Percussionist können seine Stimme nicht unterkriegen und die Zuschauer bewegen sich.  Aber Radiohead können natürlich auch ganz ruhig und reduziert spielen: Den Pyramid Song spielt Yorke allein am Flügel bis irgendwann sachte seine Mitmusiker einsteigen. Die kollektive Gänsehaut kommt dieses Mal nicht von der kalten Luft.

Den Zuschauern bleibt nichts anderes, als zu Staunen und sich von einer Band berauschen zu lassen, die es nach langen Touren schafft, die komplexesten Songs nahezu perfekt auf die Bühne zu bringen. So genießen Radiohead unaufgeregt was sie tun und spielen souverän, trotz zwei falscher Einstiege (Yorke an Clive Deamer: „You’re just here to confuse us, eh?“). Schließlich ruft Yorke alle Menschen mit Kamera dazu auf, trotz der Sicherheitsleute das Konzert aufzunehmen, nach dem Live-Mitschnitt aus Fan-Videos vom Prager Konzert eine vertraute Ansage. Fleißige Filmer dürften dieses Mal für die Tube-Gemeinschaft neben vielen Songs von den Alben King of Limbs, In Rainbows und OK Computer auch neue Lieder aufgenommen haben.

Nach circa zweieinhalb Stunden Spielzeit ist das Konzert beendet. Möglicherweise eingefangene Erkältungen haben sich definitiv gelohnt.

nachgereicht: Make Do And Mend – Everything You Ever Loved (VÖ: 31.08.12)

8. Februar 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Make Do And Mend bewegen sich auch auf ihrem zweiten Album zwischen Punk-Rock und melodiösem Post-Hardcore, klingen dabei aber weniger rauh als auf ihrem Debüt End Measured Mile. Die Instrumente sind stärker voneinander abgegrenzt, der Sound ist klarer, die Melodien sind eingängiger und bei Drown In It schleichen sich Streicher ein. Wer jetzt aber Angst vor einem Mainstream-Album hat, muss sich keine Sorgen machen: Songs wie Storrow widersetzen sich diesem Vorwurf mit lauten Gitarren und James Carrolls stimmlicher Energie.

Nach einem Opener wie Blur, dem großartigen St.Anne und dem abschließenden Desert Lily möchte man Make Do And Mend eigentlich nur noch gratulieren. Zu der Homogenität des Albums und der Fähigkeit Songs zu schreiben, die von vielen Problemen erzählen und eine gewisse Melancholie innehaben, den Zuhörer aber nicht in dieser Stimmung versinken lassen. Sowohl musikalisch als auch textlich gibt es fast immer ein voran treibendes Element, z.B. die schneidende Gitarre in Disassemble oder Zeilen wie: „One day who I am and what I lack won’t be the same thing.“

The Jezabels – Prisoner

6. März 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Eine andere Band wäre stolz darauf gewesen einen Titeltrack wie Prisoner als finalen Höhepunkt ihres Debüt-Albums (VÖ 2. März) präsentieren zu dürfen, The Jezabels stellen ihn allen anderen voran und haben damit den perfekten Openertrack. Eine Orgel und eine E-Gitarre kündigen mit wenigen Akkorden etwas Großes, etwas Bombastisches an. Spätestens bei Einsetzen des Schlagzeugs (Nik Kaloper leistet ähnlich wie Matt Tong von Bloc Party weit mehr als reine Rhythmusarbeit) und Hayley Marys Gesang gibt es kein Zurück mehr. Der volle, schwere Sound setzt sich fest und wenn man sich gerade zufrieden an diese Klangwand anlehnen möchte, proklamiert Heather Shannons Keyboard: „Zufrieden ist nicht genug!“, und treibt den Song damit noch ein Stück weiter, hält Spannung und Tempo hoch. Auch Marys Gesang wird höher, das Lied steigert sich zu seinem Höhepunkt und dann… ist es einfach vorbei und das ist auch nach dem zehnten Hören noch schrecklich und großartig zugleich: Repeat! Repeat! Repeat!

Aber auch, wenn ich an Prisoner oft hängen geblieben bin: Das Album kann sich als Ganzes sehr gut hören lassen, auch wenn es danach nur noch selten so „groß“ klingt wie bei Prisoner, ist eine gute Mischung aus Stücken gelungen, die Variabilität zeigen und dabei trotzdem ein harmonisches Ganzes ergeben, dabei manchmal aber auch etwas die Experimentierfreude vermissen lassen, die man nach dieser Eröffnung erwartet hatte. Leicht in eine Schublade zu sortieren ist das alles jedenfalls auch so nicht. Endless Summer, der zweite Song, z.B. klingt im direkten Vergleich zu Prisoner viel leichter und ist (im besten Sinne) ein radiotauglicher Indie-Poprock-Song, bei anderen Liedern klingen mehr oder weniger deutlich Disco-Anleihen durch, die Produktion ist durchgängig gut, Marys Stimmspiel, gute Songdramaturgien und Kalopers Drums lassen keine Langeweile aufkommen. Man darf also gespannt sein, ob The Jezabels ihren Erfolg mit Prisoner auch in Europa wiederholen können, in ihrer Heimat Australien erreichte das Album Platz 2 der Charts. Wer sich von den Livequalitäten von Mary und Co überzeugen möchte, kann das übrigens vom 10. bis 19. 3. tun, unter anderem in Berlin, Köln und Hamburg.

Free Sampler: This Is What Feminism Sounds Like!

23. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Riot Grrrl Berlin hat seinen zweiten kostenlosen Sampler mit diesmal satten 71 Songs veröffentlicht! Das Spektrum reicht von Punk, Grunge und Hardcore über Instrumental bis hinzu Dub, Hip Hop, Elektro und Pop, wobei die rockige Fraktion traditionell am stärksten vertreten ist, prinzipiell kommt aber jedes Riot Grrrl auf seine musikalischen Kosten. Inhaltlich liegen die Tracks der Künstler aus aller Welt mal mehr, mal weniger nah an der Feminismus/Gender-Thematik, mit am deutlichsten werden Lena Stoehrfaktor, die Jolly Goods, die Decibelles, Stereowoolf (die übrigens bald ihre erste EP rausbringen), Pussy Riot (feministische Putin-Protestband aus Russland), Abstract Random….

Ach, einfach sofort runterladen, zuhören, rocken! Bis zum nächsten Sampler im April.

Traumtänze

13. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Bei dem kalten Wetter dieser Tage gerät man leicht ins Träumen: von mehr Sonnenschein und wärmeren Temperaturen hier und jetzt. Oder gleich von einem ganz anderen Ort. Davon, was wäre, wenn…

Hier sind ein paar Songs zum Schwelgen.

Dark Dark Dark – Daydreaming

Nona Marie Invies Stimme und die Musik ihrer Band klingen im besten Sinne nach Cat Power, verregneten Tagen und der Sehnsucht nach einer imaginierten Landschaft, die sehr schön sein muss, wenn sie so aussieht, wie sie sich anhört. Das Lied gibt es bei Bandcamp umsonst und auch ein Anspielen des kompletten Albums Wild Go lohnt sich.

Joanna Newsom – The Sprout And The Bean

Eine außergewöhnliche Stimme, eine Harfe, zum Teil Seiten füllende Texte: Songs von Joanna Newsom klingen wie aus der Zeit gefallen, und das ohne jegliche Retro-Anbiederungen.  The Sprout And The Bean stammt von ihrem 2004er Debüt The Milkeyed Mender und hat die Ruhe und Verspieltheit umhergleitender Gedanken während des Liegens unter einer warmen Decke. Was ist der Unterschied zwischen einer Bohne und einem Spross? Sollte ich aufstehen und raus gehen?

Shimmering Stars – I’m Gonna Try

Und wenn ich nun tatsächlich raus ginge, aber alle Menschen, die mir begegnen, nervig und blöd fände? Wenn ich wirklich aggressiv wäre, und dann käme mir da so jemand entgegen…. Die Shimmering Stars verpacken ihre Mordgedanken in eine mit so viel Hall bestückte fröhliche Surf Nummer, dass sich I’m Gonna Try anhört, wie der nicht ernst zu nehmende Tagtraum eines übelgelaunten Pastors auf gedanklichen Abwegen. Und nach großartigen 2 Minuten Musik.

Florence + the Machine – „Ceremonials“

6. November 2011 § Ein Kommentar

Der Zeremonie erster Teil:

Schließe deine Musikanlage an einen Energiekreislauf an. Begib dich in eine andächtige Haltung. Lausche der Zeremonienmeisterin Welch vom ersten bis zum letzten Ton.

Teil zwei:

Fühle dich überrollt. Gib dich dem Überrolltsein hin. Dann,

drittens:

Wundere dich und hinterfrage. Was ist in der letzten Stunde passiert? Hast du deine Andachtshaltung im Zuge kultischer Tänze aufgelockert oder bist du in ihr verblieben, auf die Knie gesunken und hast den Boden geküsst? Bist du nur in dir zusammengesackt vor lauter Bombast? Oder hast du deine andächtige Haltung gar bald verlassen, um den Energiekreislauf deiner Musikanlage vorzeitig zu unterbrechen, mit dem Mantra auf den Lippen: „Es hat sich ausgechort!“

Es folgt ein Zeremonienprotokoll.

1. „Only If For A Night“ beginnt relativ ruhig und wird dann zu einer melodiösen Pop-Ballade mit viel Chor. Sehr radiotauglich. Rituelles Fußwippen und mitsummen.

2. „Shake It Out“: Wieder viel Chor, wieder eine Ballade. Diesmal mit viel Druck und Opulenz. Spätestens jetzt macht sich die starke Produktion des Albums bemerkbar. Ich mach’s mir bequem in meiner Andachtshaltung. Schweife zu irdischen Gedanken ab… Halt!

3. Da hat schon das Nächste Lied angefangen, düsterer und griffiger als die vorherigen, auch wenn mir der Strophengesang von irgendwoher bekannt vorkommt, „What The Water Gave Me“ ist ein erstes Highlight. Epik und Instrumentierung sind hier besser dosiert, das macht den Song nicht weniger pathetisch, hebt ihn aber von dem bereits gehörten ab. Singe den Refrain beschwörend mit und würde es am liebsten gleich noch einmal hören. Vor allem bei dem, was danach kommt.

4. „Never Let Me Go“ versetzt meine Aura in gefährliche Schwingungen. Eine teuer produzierte Eurovision-Song-Contest-Ballade der gehobenen Klasse.  Next please!

5. „Breaking Down“, der einzige Song des Albums (nicht Deluxe Edition), der knapp unter vier Minuten bleibt. So langsam schlafen mir in der Andachtshaltung die Füße ein, es geht weiter im Balladenmodus. Nicht direkt schlecht, herausragend aber auch nicht, ergo langweiliges Mittelmaß, auch was das Tempo angeht. „Lungs“ bot zum gleichen Zeitpunkt schon deutlich mehr auf, unter anderem den großartigen Ausreißer „Kiss with a fist“. Ob es hier auch vergleichbares gibt?

6. „Lover to Lover“: Clap your hands brothers and sisters! Welch setzt hier konstanter auf Klavier und Percussion. Zwar streng genommen wieder eine Ballade, der Chor nimmt sich hier aber mal etwas zurück und es geht ein wenig rockiger zu.

7. Die Hälfte des Ritus haben wir schon hinter uns, „No Light, No Light“ geht in Richtung „Drumming Song“ mit präsenter wenn auch nicht außergewöhnlicher Percussion und einem starken Refrain. Liefert sicher Ansätze für ein paar Remixes und kultische Tänze, droht aber mit dem Rest zu verschwimmen.

8. Und dann kriecht Düsternis zwischen den Klaviertasten hervor und Welch und Chor sorgen für gruselig-satanische Stimmung… „Seven Devils“ ist einer der atmosphärischsten Songs auf dem Album. Gänsehaut mit Repeat-Tasten-Wunsch.

9. „Heartlines“ hat einen Percussion- und Handclap-Beat zu dem man gut um große Feuer tanzen könnte. Löse mich gerade etwas aus meiner Andachtshaltung, da beginnen Florence + the Chor den 08/15 Refrain. Viel lustloses Pathos. Verschenkt!

10. „Spectrum“ gefällt mir genau 50 Sekunden lang, dann setzt wieder der berüchtigte Chor ein. Ich kann es inzwischen nicht mehr ertragen, wäre es der erste Song, könnte ich darüber hinweg sehen, genau das sagt aber auch viel über die Austauschbarkeit einzelner Lieder und das Tracklisting aus. Außerdem wieder der gleiche Gesangsduktus, sogar das wirkte auf Lungs viel variabler.

11. Als wollte sie mich eines besseren belehren versucht sie es auf „All This And Heaven Too“ mal etwas höher und fröhlicher, das klingt aber arg gewollt. Durchschnittliche Musicalballade.

12. Das letzte Stück und ich freue mich tatsächlich schon auf das Verlassen der Andachtshaltung. Dabei ist „Leave My Body“ definitiv einer der besseren Songs, beginnt ruhig und steigert sich dann zu einer sehr schönen, kraftvollen Ballade, die nicht auf den ominösen Chor verzichtet, Welchs Stimme aber den Raum gibt, den man sich viel öfters gewünscht hätte.

Nicht, dass sie sich ihn nicht trotzdem nehmen würde, aber gerade die Gleichzeitigkeit ihrer Stimme und des Chors macht das Album an vielen Stellen zusammen mit der epischen Instrumentierung zu „voll“ und anstrengend. Die einzelnen Lieder gefallen für sich betrachtet fast alle, sind sich aber viel zu ähnlich, deswegen fällt es gegen Ende schwer, sich überhaupt an den Klang einzelner Songs zu erinnern. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es heutzutage kaum noch Alben mit einer richtigen Dramaturgie, auch „Ceremonials“ ist keines. Was woanders nicht zwangsläufig ins Gewicht fällt, ist hier aber ein echtes Minus, weil der Eindruck der Eintönigkeit (ein paradoxer Begriff, bei diesem Bombast-Sound) dadurch nur noch verstärkt wird. Die einzelnen Lieder versinken im an sich guten Stilmixbrei, klarere Gewichtungen in jeweilige Richtungen (Indie, Rock, etc.) hätten in diversen Fällen aber gut getan und für mehr Abwechslung à la „Lungs“ gesorgt. Deshalb fehlt es diesem Album an Griffigkeit und unverwechselbaren Hits, wie sie auf dem Vorgänger zu finden waren. Am besten pickt sich jeder selbst seine 2 bis 3 Lieblingslieder heraus. Ein Durchhänger in der zweiten Runde also, trotzdem zeigen Welch und Band Potential für mehr.

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