Traumtänze

13. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Bei dem kalten Wetter dieser Tage gerät man leicht ins Träumen: von mehr Sonnenschein und wärmeren Temperaturen hier und jetzt. Oder gleich von einem ganz anderen Ort. Davon, was wäre, wenn…

Hier sind ein paar Songs zum Schwelgen.

Dark Dark Dark – Daydreaming

Nona Marie Invies Stimme und die Musik ihrer Band klingen im besten Sinne nach Cat Power, verregneten Tagen und der Sehnsucht nach einer imaginierten Landschaft, die sehr schön sein muss, wenn sie so aussieht, wie sie sich anhört. Das Lied gibt es bei Bandcamp umsonst und auch ein Anspielen des kompletten Albums Wild Go lohnt sich.

Joanna Newsom – The Sprout And The Bean

Eine außergewöhnliche Stimme, eine Harfe, zum Teil Seiten füllende Texte: Songs von Joanna Newsom klingen wie aus der Zeit gefallen, und das ohne jegliche Retro-Anbiederungen.  The Sprout And The Bean stammt von ihrem 2004er Debüt The Milkeyed Mender und hat die Ruhe und Verspieltheit umhergleitender Gedanken während des Liegens unter einer warmen Decke. Was ist der Unterschied zwischen einer Bohne und einem Spross? Sollte ich aufstehen und raus gehen?

Shimmering Stars – I’m Gonna Try

Und wenn ich nun tatsächlich raus ginge, aber alle Menschen, die mir begegnen, nervig und blöd fände? Wenn ich wirklich aggressiv wäre, und dann käme mir da so jemand entgegen…. Die Shimmering Stars verpacken ihre Mordgedanken in eine mit so viel Hall bestückte fröhliche Surf Nummer, dass sich I’m Gonna Try anhört, wie der nicht ernst zu nehmende Tagtraum eines übelgelaunten Pastors auf gedanklichen Abwegen. Und nach großartigen 2 Minuten Musik.

PJ Harvey – Written on the Forehead

6. Dezember 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Kaum zu glauben, aber der unten via Soundcloud hörbare Song ist tatsächlich von PJ Harvey. Das Lied heißt Written on the Forehead und klingt gar nicht mehr nach dem Bluesrock und den teilweise hysterischen Gesangsparts des zuletzt in Zusammenarbeit mit John Parish erschienen Albums A Woman A Man Walked By. Vielmehr wirkt dieses neue Lied leicht, fast schwebend. Das liegt an den Drone- und Dream Pop-Elementen und an Harveys hier hoher, aber ruhiger Stimme.

Ein neues Album wird am 14. Februar 2011 erscheinen. Es ist betitelt mit Let England Shake und auch hier hatte John Parish wieder seine Finger mit ihm Spiel, diesmal allerdings (wie auch Flood und Mick Harvey) als Co-Produzent der Platte. Laut Harveys offizieller Homepage wurde diese in einer Kirche in Dorset aufgenommen. Written on the Forehead macht auf jeden Fall neugierig auf den Rest.

Übrigens verwendet Harvey mit Blood & Fire im Hintergrund ein Sample von Niney the Observer. Wer dem Reggaestück gerne mal im Original lauschen möchte kann das mit Hilfe der zerkratzten Platte einer alten Freundin, Tante oder Flohmarkthändlerin tun. Und natürlich gibt’s das auch bei YouTube.

Wo bin ich?

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